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outside in (online): „Markus Meurer“

Monopol (online): „Markus Meurer – SHREK“

Der Tagesspiegel, 17.04.2014: „SHREK“

Berliner Woche, 09.04.2014: „Shrek in der Galerie ART CRU“

Neues Deutschland, 07.04.2014: „Die Heilkraft der Zwitschergans“

Berliner Abendblatt, 05.04.2014: „Shrek im Kunsthof“

RAW VISION, Spring 2014: „Markus Meurer

Neues Deutschland, 31.03.2014: „Antworten naiver Kunst aud einen surrealen Film“

STREEM – URBAN ART & STREET MAGAZINE, spring 2014

TAZ, die tageszeitung, 07.03.2014: „Die gehäkelte Filminterpretation“

RBB Abendschau, 02.03.2014: „Außenseiter-Kunst in Berlin-Mitte“

RBB radioeins, 28.02.2014: „Der Diskrete Schwarm der Bourgeoisie“

BERLINER ABENDBLATT, 22.02.2014: „Diskreter Schwarm“

DER TAGESSPIEGEL, 01.02.2014, „Hasenblumen“

DER TAGESSPIEGEL, 06.12.2013, TAGESTIPP

DER TAGESSPIEGEL, TICKET 05.12.2013 „Galerie Art Cru feiert fünfjähriges Jubiläum“

RADIOEINS 05.12.2013, „Die Jubiläumsausstellung in der Galerie Art Cru“

BERLINER ABENDBLATT, 30.11.2013, „Galerie Art Cru feiert Jubiläum“

NEUES DEUTSCHLAND 14.10.2013: „Die malerische Erforschung des Inneren“

KUNSTMAGAZIN 10.2013: „Der neue Ruhm der Outsider“

SOZIALE PSYCHIATRIE 10.2013 Heft 4: Titelbild von Jutta Jentges

KUNSTMAGAZIN 17.09.2013 (online): „Die Kunst spricht für sich“ Galerieprofil

TAGESSPIEGEL 17.09.2013: „Listen, Galerien Märkte“

RADIOEINS 05.08.2013: „Surrele Botanik in der Galerie ART CRU“ Art aber fair – die Kunstkritik auf radioeins

TAZ 01.08.2013: „Kunst, an sich heilend“

MORGENPOST 06.2013: „Suche nach Authentizität“

TIP, Highlights Kunst, 01.08.2013

 

TAGESSPIEGEL –KUNSTMARKT 

Kunsttherapie

Outsider-Kunst in der Art-Cru

19.09.2009 00:00 Uhr

Von Juliane Primus

Art Cru: Berlins Galerie für Outsider-Kunst. „Cru“, das heißt ‚roh‘ und erinnert an den vom Künstler Jean Dubuffet geprägten Ausdruck der Art brut – rohe, ursprüngliche Schöpfungen aus fieberhaften Momenten. Ihre Vertreter sind Autodidakten.

Manchmal fliegen seine Gedanken einfach weg. Innen- und Außenwelt beziehen sich nicht länger aufeinander, das erdrückende Außen entfernt sich, wird kleiner und verliert an Erreichbarkeit. Guy Schumacher findet dann Halt in seiner Kunst. Die Arbeit an den Gemälden und Assemblagen, das Zusammenfügen von grobem Ostseesand, Seegras und unzähligen Muscheln zu einer Collage („Anderswo“, 2200 Euro) geben ihm verlorene Bodenhaftung zurück. Der 46-jährige Schumacher ist Outsider-Künstler, die Kunst seine Therapie.

„Kunsttherapie meint nicht, dass die Bilder uninterpretiert bleiben und der Mensch dahinter als skurriles Objekt betrachtet wird.

Die Kunst ist das Objekt“, erklärt Alexandra von Gersdorff-Bultmann. Die diplomierte Textildesignerin arbeitete lange als Ergotherapeutin im Werkraum „Offenes Atelier“ des Berliner St. Hedwigs-Krankenhauses, wo Menschen mit Psychiatrieerfahrung unter Anleitung malen können. Vor knapp einem Jahr hat sie gemeinsam mit ihrem Sohn die Galerie „Art Cru“ eröffnet, die sich auf Kunst von Menschen mit Behinderung konzentriert.

„Outsider-Kunst“ hat sich auf dem Kunstmarkt längst als Kategorie etabliert, die New Yorker „Outsider Art Fair“ geht im Februar in die 18. Runde, Werke der Hamburger Künstlergruppe Schlumper und aus dem Haus der Künstler im österreichischen Gugging haben ihren Liebhaberkreis gefunden. So war es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Berlin Outsider jenseits der üblichen Krankenhaus-Rathaus-Schauen einen professionellen Ausstellungsort geboten bekommen und für die Werke angemessene Preise aufgerufen werden. Nicht alle Künstler haben einen realistischen Überblick über ihre Finanzen. Wird ein Bild verkauft, kommt der Gewinn der Wohnstätte oder dem Atelier des Künstlers zugute. Guy Schumacher ist einer der wenigen Selbstständigen. Doch auch er zeigte seine Werke in gemeinschaftlichen Klinikausstellungen, bevor ihm die Einzelschau „AND3ERSWO“ in der Galerie ermöglicht wurde.

„Cru“, das heißt ‚roh‘ und erinnert an den vom Künstler Jean Dubuffet geprägten Ausdruck der Art brut – rohe, ursprüngliche Schöpfungen aus fieberhaften Momenten. Ihre Vertreter sind Autodidakten. Schon 1949 sprach sich Dubuffet in seinem Manifest für die „ungefüge Kunst“ aus: Anders als bei der art culturel habe bei dieser der Nachahmungstrieb keinen Anteil, Gestaltungselemente würden nicht aus Schubladen der Kunstrichtung geholt, die gerade in Mode sei. Die Outsider waren bald erfolgreich und schnell gehörte es zu den vergessenen Dingen, dass die Nationalsozialisten die Werke Geisteskranker als „Irrenkunst“ abgestempelt und Anstaltspatienten als „leere Menschenhülsen“ vernichtet hatten. Juliane Primus

Art Cru (im Kunsthof Oranienburger Straße 27); bis 2. Oktober Di-Sa 12-18 Uhr.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 19.09.2009)